Sanft schneit es vom Himmel herab –
zauberhafte Ballerinen mit Flockenröckchen
kreisen auf die Erde hernieder.
Sie tanzen zu einer lautlosen Musik,
die mit ihrer zärtlichen Melodie
das Land in ein kostbares Schweigen hüllt.
Doch dort, auf dem vereisten Schwanenteich –
dort sehe ich wohl eine Eisprinzessin!
So eben, gleich mit den Flocken
kam sie heruntergetänzelt.
Ihr hinterher ein Prinz!
Er trägt einen Turban aus funkelnden Eiskristallen.
Ich sehe, wie der Prinz ihren Mund küsst,
Ihr blasses Gesicht errötet sogleich,
nun wirkt sie noch viel lieblicher.
Beide beginnen sich nun auf dem Eis zu bewegen.
Sie tanzen, als ob es um ihr Leben ginge,
drehen Kreise, Pirouetten so schön,
wie ich`s noch nie gesehen!
Doch dann,
die Sonne bricht mit ihren Strahlen
durch die Wolkendecke hindurch;
Schon bald beginnt das Eis zu knistern und knacken.
Ihr Liebesglück scheint von kurzer Dauer,
doch ist wahrhaftige Liebe nicht der Ewigkeit bestimmt?
Das Prinzenpaar tanzt noch immer,
es dreht sich nun nur langsamer.
Vielleicht zum letzten Mal?
Ihre Körper werden kleiner, verschwinden immer mehr
und werden eins mit dem Wasser,
das sie behutsam aufnimmt in sein geheimnisvolles Reich.