Im sanften Gold versinkt die Sonne
hinter runden Berggipfeln,
schon bald ist der Himmel von ihrem warmen Glanz durchwoben.
Nur einen Wimpernschlag später
sehe ich sie gar nicht mehr,
nur das rötliche Feuerband am Himmel
erinnert mich an ihren einstigen Glanz.
Bald wird ein nächtlicher Himmel die abendliche Dämmerung umarmen,
so, wie seit Menschengedenken.
Die Erde umrundet die Sonne
in ihrer dazu festgelegten Bahn.
Ganz gleich was auf ihr geschieht,
ungeachtet der Tränen, ungeachtet des Leids,
ungeachtet aller menschlichen Versagen, Unvollkommenheiten, Verzweiflung und Ängste.
Der Erdball dreht sich weiter.
Ungeachtet aller menschlichen Grausamkeit,
ungeachtet aller menschlichen Liebe, Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen.
Die Erde steht nicht still,
auch wenn du und ich den Atem anhielten,
so würde es sie von ihrem Lauf nicht abhalten.
Es wird die Sonne am Horizont wieder neu erwachen,
immer und immer wieder aufs Neue,
mit ihrem Zauber wird sie weiterhin den Tag durchwirken,
mit ihrem Untergang der Nacht Einlass gewähren.
So lange Gott der Allmächtige es will,
wird sie sich weiterdrehen,
solange Gott der Allmächtige es will,
wird der Sonnenglanz das Gute und Schlechte umhüllen,
solange Gott der Allmächtige es will,
wird Er uns mit neuer Hoffnung, neuem Mut und brennender Liebe nähren,
so dass wir mit Zuversicht dem nächsten Tag entgegenblicken
und dankbar annehmen, was aus seinen gütigen Händen kommt.
©lyrikjo
.