Gedicht zum Gedenken unterdrückter Völker

und es fiel Segen vom Himmel

über all die Tränen,

die geweinten und die nicht geweinten,

über die gebeugten Herzen,

die im Schatten der bitteren Zeit erstarrten

und die hoffenden Herzen,

die aus dem Schatten heraus

sich trotzend dem Licht zuwandten,

so schwach es auch zu leuchten schien;

doch es fiel Segen vom Himmel,

der dem schwach leuchtenden Licht Beständigkeit verlieh.

Es ließ sich nicht vom Schatten verschlingen,

denn es fiel Segen vom Himmel.

Bange Seelen fingen im Geiste Feuer,

im Finstern der Nacht tasteten sie nacheinander

und fassten sich an den Händen,

denn es fiel Segen vom Himmel,

der ihre Gesichter erhellte 

und ihren Blick aufrichtete,

da sie waren im Herzen gesegnet.

Ihre Tränen benetzten dürre, trockene Erde,

aus der heut Rosen sprießen,

ihre Dornen bezeugen das vergangene Leid,

doch ihre Knospen offenbaren das Heil,

denn auch die Erde war gesegnet

und all die ungezählten Tränen,

denn ins dunkelste Grauen der Nacht

fiel Segen vom Himmel.

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