Es heult der Wind
wie ein hungriger Wolf
durch tief schwarze Nacht.
Unbarmherzig knickt er
Äste und Zweige von den Bäumen,
die im blassen Licht des Mondes
wie bizarre Gestalten sich biegen, ächzen und knarren.
Zornig und warnend klingt sein tobendes Geheul,
„wehe dem, der nicht mit der Erde verwurzelt!“
Ein wütender Tanz, den niemand bändigen kann!
Schwere, aufgetürmte Wolken
treibt er wie hilflose Riesen vor sich her
und formt sie nach Lust und Laune zu Phantasiegebilden.
Mal sind sie nur graue, zerfetzte Schleier,
die im Mondschein vorbeiziehen
und dann wieder gewaltige, dunkle Massen,
die wie gierige Drachen den Mond verschlingen.
Wie ein entfesselter Geist, der keine Ruhe findet,
so zieht der Wind durch das in Nacht gehüllte Land
und erst im Morgengrauen scheint er besänftigt.
Mit immer leiser werdenden Wehrufen
säuselt er sich schließlich davon
und hinterlässt beeindruckende Spuren seines nächtlichen Zornes.
